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5 Gründe, warum auch Du mit Tagebuch schreiben beginnen solltest

 

"Liebes Tagebuch.... So oder so ähnlich beginnen alle Tagebucheinträge". Vielleicht früher einmal, doch das Tagebuch hat längst seinen staubig nostalgischen Ruf verloren und wenn dem noch nicht so ist, dann sollte sich das schleuigst ändern. Denn ein Tagebuch oder "Journal" zu führen kann dir helfen, Stress abzubauen, selbstbewusster zu werden und intensiver zu leben. Na, wenn das keine guten Gründe sind, seine Vorurteile über Bord zu werfen...

 

Tagebuch schreiben hat bereits eine lange Tradition und auch wenn es vielleicht tatsächlich altmodisch klingt in Zeiten von YOLO (You only live once), möchte ich dir fünf sehr gute Gründe aufzeigen, doch nochmal den Stift in die Hand zu nehmen.

Das ein Tagebuch unheimlich wertvoll für uns sein kann, wussten bereits Virginia Woolf, Albert Einstein, John Lennon und Franz Kafka. Alle leidenschaftliche Tagebuchschreiber und alle ihrer Zeit auf ihrer eigene Art voraus.

 

Ich habe das Tagebuchschreiben im August für mich wieder entdeckt und bin seitdem absoluter Fan. Es hilft mir meine Gedanken zu sortieren, neue Ideen zu entwickeln und auch zu sammeln. Ich liebe es abgöttisch und es macht unheimlich Spaß.

 

1. Wer Tagebuch schreibt, lebt intensiver

Den Tag nochmal Revue passieren zu lassen, schöne Momente im Geiste nochmal erleben und alles zusammengefasst auf dem Papier festhalten. Das macht das Tagebuch schreiben aus.

Das Schreiben zwingt uns sozusagen dazu, uns intensiv mit dem Erlebten auseinander zu setzen. Im Positiven meint das, sich auf die glücklichen Momente zu besinnen, macht uns dankbarer und glücklicher für das Leben das wir bereits haben. Aber auch die negativen Momente gehören zum Leben dazu: Sich schriftlich mit ihnen auseinander zu setzen, hilft Konflikte und belastende Momente zu verarbeiten (mehr dazu in Punkt 2).

Zudem hilft uns das Tagebuchschreiben Situationen im Alltag bewusster wahrzunehmen, weil es unseren Fokus auf lange Sicht verändern kann und wir dadurch besonders den glücklichen Momenten mehr Aufmerksamkeit schenken.

 

2. Kummer und Krisen leichter bewältigen

Wie schon im Punkt 1 erwähnt, bringt das Tagebuchschreiben uns dazu, uns mit unserem Leben auseinander zu setzen. Das Schreiben erlaubt uns, Abstand vom Alltag/von der Situation zu nehmen und einen anderen Blickwinkel einzunehmen.

Vielen Menschen ersetzt das Tagebuch sozusagen den Psychologen, weil es eine wunderbare Möglichkeit bietet sich Kummer und Sorgen von der Seele zu schreiben. Und das baut nicht nur Stress ab, oftmals reicht das schon aus, um die Gedankenschleifen im Kopf zu beenden und Situationen und Konflikte, die vorher ganz schön kompliziert waren, wieder klarer zu sehen.

 

3. Tagebuchschreiben gegen das Vergessen

Das hört sich zwar erstmal wie ein Tipp an, der besonders die junge Generation noch nicht betrifft, aber wer kennt es nicht, dass man schon eine Woche später sehr stark überlegen muss, was man in der letzten Woche so alles gemacht hat. Das tägliche Aufschreiben verbessert tatsächlich unser Gedächnis. Aber was vielleicht noch viel prägnanter ist: Es dient uns auch Jahre später als Gedächnisstütze und kann die Gefühle der jeweiligen Situation wieder neu zum leben erwecken. Und wie cool mag es wohl sein, wenn man seinen Enkeln später erzählen kann, was man in den Zwanzigern gemacht hat?

 

4. Tagebuchschreiben zur Reflektion und persönlichen Weiterentwicklung

Das ist meiner Meinung nach fast das Beste am Tagebuch führen und war für mich der ausschlaggebenste Punkt, selbst damit anzufangen. Das Tagebuchschreiben gibt die die Möglichkeit, die eigenen Gedanken und Verhaltensweisen mit ein bisschen Abstand bzw. aus einer anderen Perspektive zu betrachten und somit ehrlich zu reflektieren. Darin steckt ein enormes Potenzial für persönliche und emotionale Weiterentwicklung. Das fördert die Selbsterkenntnis und erlaubt uns kreative Strategien zur Problemlösung zu entwickeln. Zudem hilft es dabei, uns eine eigene Meinung zu bilden, fördert unsere Kreativität und kann dabei helfen negative Verhaltensmuster im Alltag zu entlarven, z.B. in der Ernährung.

 

5. Zeit nur für mich

Dieser Raum, den du dir zum Tagebuch schreiben schaffst, ist nur für dich. Ein paar Minuten intensive "Me-time", wie man es neumodisch ausdrückt. Es dauert nicht lange ein paar Zeilen und Gedanken aufzuschreiben, hat aber einen riesigen Effekt auf unsere mentale Gesundheit. Du kannst es im Bett tun oder morgends nach dem Aufstehen. Nimm dir ein paar Minuten Zeit über dich nachzudenken und deine Gedanken zu sortieren und im Oberstübchen Ordnung zu schaffen, bevor der nächste Tag mit seinen neuen Herausforderungen anrollt.

 

Natürlich gibt es viele verschiedene Arten ein Tagebuch zu führen und jedes Tagebuch ist genauso einzigartig wie sein Verfasser. Tagebücher sind eine sehr persönliche Sache und genauso darf es auch aussehen. Schreib rein, was dir in den Sinn kommt, du musst nichts filtern, zeichne, klebe, male, wenn dir das Spaß macht. Schreib Listen und kleb Fotos ein. Vielleicht stelle ich dir im nächsten Blogpost verschieden Möglichkeiten vor, wie du deinen persönlichen Tagebuch-Stil findest.

 

Bis dahin, Adieu und machs gut, deine Nadja

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