· 

So war das Spirit of Nature Yoga Festival 2017!

Das Workshop-Zelt, indem ganz viele Yogaklassen und Workshops stattgefunden haben
Das Workshop-Zelt, indem ganz viele Yogaklassen und Workshops stattgefunden haben

 

Das Spirit of Nature Yoga Festival 2017 fand dieses Pfingstwochenende in der fränkischen Schweiz statt und ich war dieses Jahr auch dabei. Ich hatte es mir bereits letztes Jahr vorgenommen und dieses Jahr endlich geschafft. Unglaublich viel Inspiration und Mut habe ich dort sammeln können. Aber lies selbst, was ich dort erlebt habe....

 

Das Spirit of Nature Festival ist ein Open-Air Festival, welches dieses Jahr bereits zum dritten Mal stattfand und bei dem sich ein ganzes Wochenende alles um Yoga, Spiritualiät und Co. dreht. Yogis, Freigeister, Hippies und alle Neugierigen sind dazu eingeladen gemeinsam unter freiem Himmel zu yogieren, zu tanzen, zu singen und zu lachen und vor allem Spaß zu haben! Wer mehr Infos zu dem Festival möchte kann hier auf deren Website vorbeischauen.

 

Am letzten Tag an dem man die Tickets online kaufen konnte, habe ich mich dazu entschieden hin zu fahren. Ich hatte zwar schon länger damit geliebäugelt, aber zwischen träumen und handeln ist bekanntlich eine weite Spanne und so kam es dass meine Angst größer war. Ich musste nämlich alleine fahren - für mich ein sehr ungewohntes und angstbesetztes Gebiet. Ich bin zwar gerne allein, aber alleine wegfahren und ganz auf sich allein gestellt sein, ist da nochmal eine ganz andere Kiste!

 

Nun hatte ich mir aber dennoch ein Herz gefasst und mir ein Ticket gekauft. Man soll schließlich immer genau das tun, wovor man Angst hat, nicht wahr? ;)

 

(Die Tickets sind übrigens vom Preis her absolut erschwinglich und auch für den kleinen Geldbeutel machbar - was man schließlich nicht von den meisten Yogafestivals und -events behaupten kann.)

 

Also Buddha-Hose, Flip-Flops, Sonnencreme, Zelt und Co. eingepackt und schon konnte es los gehen. Was man für ein Festival überhaupt braucht, war mir bis dato nicht klar und weil ich einige Dinge entdeckt habe, die super praktisch waren, gibt es dafür demnächst noch einen extra Blogbeitrag.

 

Die Fahrt ist für mich mit ihren 470 km in die fränkische Schweiz nicht gerade ein Katzensprung. Aber ich kam meist gut ganz durch und seit dem Zeitpunkt meines Ticketkaufs war meine Angst wie weggeblasen und ich habe mich nur noch gefreut. Das Festival beginnt freitags um 17 Uhr, ich musste an dem Tag leider noch bis mittags arbeiten und kam so erst nach Eröffnungszeremonie bei Dunkelheit gar. Nicht zu empfehlen!! Bei der Parkplatzsuche bin ich fast verzweifelt, auch wenn auf der Wiese definitiv genügend Parkplätze vorhanden waren. Wenigstens verlief der Zeltaufbau problemlos und ich konnte mich noch ein bisschen umsehen.

 

Schon als ich auf dem Festivalgelände ankam, habe ich mich super wohl gefühlt. Es ist übersichtlich und total gemütlich. Abends saßen viele Menschen ums Lagerfeuer und lauschten ein paar Leuten, die Musik machten. Total atmosphärisch!

 

Der Blick aus meinem Zelt.
Der Blick aus meinem Zelt.
Ein Teil vom Zeltplatz
Ein Teil vom Zeltplatz

Als ich am nächsten Morgen im Zelt aufwachte, war es warm. Sehr warm. Umgezogen, fertig gemacht, Frühstück geholt und los geht's. Zwei Sanitärwagen scheint für knapp 500-600 Menschen zwar sehr übersichtlich, aber es funktionierte. Natürlich musste man anstehen, aber ich hatte selten mehr als 6/7 Leute vor mir.

Essen konnte man sich vor Ort kaufen, es wurde dort vegetarisch/vegan frisch zubereitet und da man Teller und Besteck selbst mitbringen sollte (Auf Einweggeschirr und Plastikverpackungen wird auf Rücksicht auf die Umwelt komplett verzichtet), gab es natürlich auch eine Spülstation. Das fand ich wirklich klasse! Wenn ich nur daran denke, wie viel Müll bei den meisten Festivals überall herumliegt, graut es mir schon, aber hier habe ich persönlich auf dem gesamten Festivalgelände wirklich keinen Schnipsel Müll auf dem Boden gefunden!

 

Aber zurück zum Essen - It's all about the food, right?

 

Morgends konnte man zwischen Porridge mit oder ohne Früchte und Brot mit Aufstrichen wählen, mittags und abends konnte man ebenfalls zwischen zwei Gerichten wählen. Und ich muss sagen, alles was ich dort gegessen habe, war super lecker. Zusätzlich gab es noch ein Bar und einen Wagen, an dem man Kaffee, Tee und Smoothies bekam.

 

Beispielhaft einmal mein Abendessen am Samstag - sooo lecker!
Beispielhaft einmal mein Abendessen am Samstag - sooo lecker!

 

So...nachdem jetzt alle wichtigen Drumherum-Fragen geklärt wurden, komme ich zu dem wirklich wichtigen Teil: Den Workshops.

Es gab ein umfangreiches Programm für das Wochenende und den ganzen Tag fanden viele verschiedene Workshops statt, sodass man sich genau das aussuchen konnte was man wollte. Die Workshops waren im Ticketpreis mit inbegriffen (bis auf einige wenige für die man sich vor Ort anmelden musste und einen kleinen Betrag zahlen musste), also konnte man sich genau das aussuchen, wofür man sich interessierte und einfach hingehen. An dem Tag habe ich zwei Yogaklassen besucht, einen Hula-Hoop und einen Thai Fusion Dance Workshop besucht, sowie an einem Souljam, gemeinsames Singen, teilgenommen und es absolut genossen. Es ist wie ein Jahrmarkt, ein Spielplatz für Erwachsene! Es hat unheimlich viel Spaß gemacht und ich habe so viele wunderschöne Momente gehabt und so viel Inspiration sammeln dürfen.

 

Besonders der Hula-Hoop Workshop hat es mir angetan und ich werde mir demnächst definitiv einen eigenen Hula-Hoop Reifen anschaffen, weil es mir sooo viel Spaß gemacht hat und ich unbedingt weiter üben möchte!

 

Ein weiteres Highlight war die Show am Abend mit Tanzaufführungen, Live-Musik, Akrobaten und einer fantastischen Feuershow - ganz im Ernst, ich glaube so eine gute Feuershow habe ich vorher noch nicht gesehen!

 

Acro-Yoga war zum Beispiel auch vertreten
Acro-Yoga war zum Beispiel auch vertreten

 

In der Nacht auf Sonntag hat es dann leider angefangen zu stark zu regnen. Morgends habe ich noch gemütlich im Zelt gefrühstückt und eine Meditation besucht. Aber leider hat es nicht mal mehr geregnet - es hat geschüttet und ich hatte eigentlich gedacht ganz gut auf Regen vorbereitet zu sein, aber als meine Schuhe dann komplett durchnässt waren, war der Spaß für mich persönlich vorbei. Nasse Füße sind für mich nämlich eines der unerträglichsten Dinge überhaupt! Also habe ich meine Sachen zusammengepackt, im strömenden Regen mein Zelt zusammengebaut habe (woran ich übrigens fast verzweifelt wäre) und nach Hause gefahren bin.

Viele sind einfach barfuß durch den Matsch gelaufen und haben sich die Laune nicht von dem bescheidenen Wetter vermiesen lassen und für diejenigen war es sicherlich trotzdem noch ein schöner Tag - aber für mich wäre das nichts gewesen. Das muss aber ja jeder für sich selber entscheiden. Als ich jedoch letztenlich Sonntagabends frisch geduscht zu Hause im warmen Bett saß, war der Ärger über den Regen dann verflogen und zurück bleiben schöne Erinnerungen. Und ich werde auf jeden Fall wieder kommen!

 

Bevor ich gefahren bin, hatte ich Angst keinen Anschluss zu finden und mich einsam zu fühlen. Als ich jedoch da war, hatte ich das starke Bedürfnis mit niemandem zu reden und einfach nur den ganzen Tag für mich zu sorgen.

 

Und es war wundervoll. Ich hatte so liebe Begegnungen mit den Menschen dort, auch wenn ich kaum ein Wort mit ihnen gewechselt habe. Einfach nur durch Lächeln, gemeinsames Erleben, Augenkontakt oder durch Smalltalk vor dem Toilettenwagen ^^

 

So viele wundervolle, liebe Seelen habe ich dort getroffen und auch für die Kontakte bin ich unheimlich dankbar.

Und letztendlich habe ich mich kaum einsam gefühlt. Es hat dort einfach eine wunderbar herzliche, liebevolle Atmosphäre geherrscht, wie man sonst nur selten hat. Ich habe mich wirklich unheimlich wohl gefühlt, hatte das Gefühl, einfach Ich sein zu können und nicht verurteilt zu werden und selten habe ich in so kurzer Zeit so viel Frieden und Liebe um mich herum gespürt. Ich bin jetzt noch total berührt, wenn ich diese Worte schreibe.

Und ich bin mir ziemlich sicher viele der Festival-Besucher können mir da zustimmen.

 

Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Einblick verschaffen, wie ich dieses Wochenende auf dem Spirit of Nature Festival erlebt habe und vielleicht hast du ja auch Lust bekommen, mal allein loszuziehen oder ein Event oder ähnliches zu besuchen, das dir schon lange im Kopf rumspukt. Mach es einfach! Hinterher kannst du immernoch sagen, ok dass war jetzt gar nicht so meins, aber vielleicht erlebst du es ja, wie ich, dass es sich lohnt seine eigenen Ängste zu überwinden.

 

Ich bin nächstes Jahr wahrscheinlich wieder mit dabei, beim Spirit of Nature Festival (so lange es nicht so viel regnen soll- das ist ja gar nicht meins, wie ich jetzt festgestellt habe^^) und werde ab jetzt sicherlich noch öfter auch mal Dinge alleine unternehmen und über meinen eigenen Schatten springen.

 

eure Nadja

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Sabrina (Sonntag, 11 Juni 2017 10:04)

    Hey liebe Nadja, ein toller Beitrag :) ich war dieses Jahr auch beim Festival, und wie es aussieht haben wir wohl auch zusammen gesungen :)
    Das mit dem Regen kann ich absolut verstehen, ich bin deswegen schon einen Tag eher abgereist als geplant.
    Vielleicht laufen wir uns nächstes Jahr ja dort über den Weg :)

    Alles Liebe,
    Sabrina

  • #2

    Nadja (Samstag, 17 Juni 2017 12:03)

    Danke, Sabrina :) Wie cool, dann bin ich mal gespannt, ob wir uns nächstes Jahr auch persönlich dort begegnen ;)

    Liebe Grüße,

    Nadja