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Meine Erfahrungen aus dem Strala Yoga Ready-to-Lead Training

 

Wow, verrückt das es nun schon über 1 und 1/2 Monate her ist, seitdem ich die zwei aufregenden Wochen beim Strala Yoga Ready-to-Lead Training verbracht habe. Aber diese 14 Tage waren einfach so vollgepackt mit Wissen, Infos, Eindrücken, Begegnungen, etc. das erstmal all das sacken musste, bevor ich darüber schreiben konnte. Doch ist es endlich so weit. Vorhang auf für meine Eindrücke und prägendsten Erlebnisse im Ready-to-Lead Training!

 

Von Vorfreude, Vorbereitung und Startschuss-Panik

 

Lange hatte ich davon geträumt bei einem dieser Trainings dabei zu sein, doch New York ist so unendlich weit weg für mich und selbst London und Amsterdam schienen mir ziemlich unerreichbar und so rechnete ich nicht damit, in näherer Zukunft dabei sein zu können. Doch ungefähr vor einem Jahr wurde dann bekannt gegeben, dass es im Februar 2017  ein Training in Berlin geben würde. Ich habe mich noch am selben Abend angemeldet!!

Ich war damals noch in der Ausbildung, hatte nicht sonderlich viel Geld aber ich wusste genau, DAS will ich machen.

 

Im September ungefähr wurde uns Teilnehmern bekannt gegeben, dass das Training wegen Tara's Baby vorverlegt wird und ich hab mich total gefreut, weil das perfekt in meine Planung reingepasst hatte. Der Termin rückte immer näher und bis kurz vorher war ich tatsächlich nicht nervös. Aufgeregt ja, aber aus Vorfreude.

Ja und plötzlich stand ich dann in Berlin. Ich war zwar vorher schon einige Male in Berlin gewesen aber als absoluter Landmensch bin ich es nicht gewöhnt, mit Bus und U-Bahn zu fahren. Am ersten Tag auf dem Weg zum Studio war ich so nervös, weil ich die ganze Zeit totale Panik hatte, irgendeinen falschen Bus zu nehmen oder mich zu verlaufen. Glücklicherweise war das Eden Studio in Berlin Pankow auch für mich gut zu finden und es ist unglaublich schön dort. Wirklich. Ein Yoga-Studio-Traum.

 

 

Direkt am Eingang zum Yogaraum begrüßten Mike und Tara die Teilnehmer und ich kann nur sagen, die zwei sind so sympathisch und herzlich.

Nachdem ich dann meine Yogamatte aufgeschlagen hatte, war die erste Nervosität auch schon verflogen, weil einfach jeder super freundlich und gut gelaunt war und ich mich sofort wohl gefühlt habe. Unsere Gruppe bestand aus ca.50 Teilnehmern, wie ich später erfuhr. Unsere Gruppe war ein bunter Haufen - wie man ja sprichwörtlich gerne sagt. Nicht nur das alle aus den verschiedensten Ecken der Welt kamen, es gab unglaublich viele Sprachen, Hintergründe und Beweggründe und ich glaube, ich habe es in den ganzen zwei Wochen nicht geschafft mit jedem wirklich zu reden. Allein diese vielen inspirierenden Menschen zu treffen, war schon beeindruckend.

 

 

 

Die erste Yogastunde mit Tara Stiles in Person war einfach unglaublich. Man bekommt noch mal ein ganz anderes Gefühl, wenn man mit so vielen Menschen in einem Raum ist, die Energie vibriert förmlich. Davon bin ich immer noch absolut begeistert und dieses Gefühl in meinen eigenen Yogakursen zu vermitteln, ist seitdem mein Ziel.

Morgends und Abends wurde jeweils eine Stunde, manchmal auch länger, Yoga gemacht. Dazwischen gab es "Theorie"-unterricht, obwohl man das jetzt nicht wirklich so nennen kann. Es war mehr ein Gespräch, zwischendurch immer wieder praktische Übungen. Ich habe alles was Tara und Mike erzählt haben, habe ich versucht, wie ein Schwamm aufzusaugen. Was nicht so einfach war, wenn man bedenkt, dass wir bis zu acht Stunden täglich dort verbrachten und alles auf englisch war.

Auch wenn ich wusste, dass alles auf englisch sein würde und ich mit meinem Schul-Englisch auch wirklich viel verstehe, war es anfangs schwierig und vor allem anstrengend. Besonders mit dem Sprechen. Aber auch das wurde nach und nach etwas besser, schließlich musste man auch in den Pausen englisch sprechen.

 

 

An drei Tagen in der ersten Woche war Sam Berlind da. Er ist Shiatsu-Meister und hat uns viel über Touch and Support, also Berührung und Unterstützung beigebracht und diese drei Tage waren wirklich sehr intensiv und wahnsinnig spannend. Bei Strala Yoga korrigieren wir die Posen nicht, bei uns sollen Berührungen nur unterstützend wirken und dazu beitragen, dass sie die Person mehr entspannt und sich wohl fühlt.

 

We teach people to connect with their body, not to nail the poses.

 

Anfangs glaubt man gar nicht, wie viel Üben hinter so einer kurzen, kleinen Berührung steckt. Aber man muss so viel beachten: Druck, Stärke, Handposition, etc. Wenn man jemanden berührt, erschafft man eine Verbindung. Auch das will gelernt sein.

 

In der zweiten Woche ging es dann weiter mit dem Anleiten selber. Es gab viele Gruppenübungen, in denen wir in Kleingruppen das Anleiten geübt haben. Aber auch "hard poses made easy" wurde besprochen und geübt. Das heißt schwierige Posen wie Krähe, Handstand und Unterarmstand etc. Das hat unglaublich viel Spaß gemacht!!

Besonders der Handstand ist für die meisten Yogis ja wirklich das Nonplusultra der Yogaposen und überall wo man Anleitungen liest, wird einem gesagt, Bauch anspannen, Füße strecken, blablabla. Alles Quatsch! Natürlich kann man mit dieser Technik auch Handstand lernen, doch es geht doch vorallem um Spaß und was gibt es besseres, als ohne verkopfte Anleitung mit kindlicher Neugier an so eine schwierige Pose heranzugehen. Und das Beste daran: Man sieht auch schnell Erfolgserlebnisse!

Als ich beim Handstandüben erstmal begriffen hatte und es in meinem Körper auch umsetzen konnte, dass ich mich auch im Handstand entspannen kann und meinen Körper nicht bis in die kleinste Zelle anzuspannen, hatte ich plötzlich keine Probleme mehr mit Gewichtsverteilung in den Händen etc. Das war ein wirklich verrücktes Gefühl, weil wenn man auf den Händen steht, fühlt sich der Körper irgendwie anders an.

 

 

Die zweite Woche ging schneller um als uns allen lieb war. Dennoch hatte ich in der zweiten Woche sowas wie einen "Lagerkoller" (oder wie man das auch immer schreibt ;)). So schön und interessant es auch ist täglich mit so vielen unterschiedlichen Menschen zusammen zu sein, es ist auch ungewohnt und die ganzen Energien rauben einem unter Umständen auch mal die Kräft.

 

Von daher war ich auch ganz froh, als ich wieder daheim war, auch wenn ich jederzeit wieder ein Training besuchen würde und das auch vorhabe. Schließlich kann man nicht genug lernen und sich immer verbessern.

Tatsächlich habe ich im Dezember danach kein einziges Mal Yoga gemacht. Ich brauchte Abstand um alle Infos zu verarbeiten und auch mein Körper hatte mir mit Handgelenk- und Knieschmerzen zu verstehen gegeben, dass er jetzt erstmal eine Pause brauchte. Doch mittlerweile bin ich wieder drin und freue mich schon wahnsinnig darauf, wenn ich meinen ersten Kurs gebe. Auch wenn das wieder etwas völlig anderes ist, als selbst Yoga zu praktizieren.

 

Für noch mehr Strala-Vibes schau doch mal bei Instagram vorbei, auch auf den Seiten von StralaYoga und Tara Stiles oder den anderen tollen Guides findest du beinahe täglich Inspiration ;)

deine Nadja

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Kommentare: 1
  • #1

    candy (Samstag, 21 Januar 2017 13:51)

    So ein schöner Erfahrungsbericht. Auch ich wäre gerne dabei gewesen, hätte ich gewußt, dass es auch in Deutschland eine Ausbildung gibt. Pankow war eine Zeit lang meine Wahlheimat. Das hätte ich mir nicht nehmen lassen, dabei zu sein.

    Deinen Tipp, mehr Berührung als Korrektur werde ich mal bei meinen Klienten einsetzen.
    Danke, fühl mich verbunden

    Alles Liebe für dich
    Candy